Volkswirtschaftliche Fakultät
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Otto-Hahn-Medaille geht an Helmut Farbmacher

Wir gratulieren Herrn Farbmacher zum Erhalt der Otto-Hahn-Medaille.

13.06.2014

Auf der diesjährigen Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft am 4. Juni in München wurden wieder die Otto-Hahn-Medaillen verliehen. Eine der begehrten Auszeichnungen für junge Nachwuchswissenschaftler geht dieses Jahr an Dr. Helmut Farbmacher. 2012 promovierte er mit Bestnote "summa cum laude" bei Prof. Dr. Joachim Winter, Seminar für empirische Wirtschaftsforschung an der Volkswirtschaftlichen Fakultät.

In seiner Dissertation „Financial Incentives and Behavior: Four Essays in Applied Health and Labor Economics“ hat sich Helmut Farbmacher unter anderem mit der Lenkungswirkung der Praxisgebühr auseinandergesetzt. Hierzu wurden detaillierte Abrechnungsdaten der AOK Hessen und ein Umfragedatensatz ausgewertet. In beiden Datenquellen zeigte sich eine Veränderung der Arztinanspruchnahme nach Einführung der Praxisgebühr im Jahr 2004. Insbesondere jüngere und gesündere Versicherte gingen deutlich seltener zum Arzt. In der Dissertation wurde auch eine Reform der Praxisgebühr diskutiert. Trotz ihrer Abschaffung im Jahr 2013 können die Ergebnisse von Farbmacher für die Ausgestaltung zukünftiger Zuzahlungen im Gesundheitswesen von Bedeutung sein.

Seit 1978 werden jährlich mehrere junge und besonders begabte Nachwuchswissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet – für ihre hervorragende Dissertation und um sie zu einer späteren Karriere in der Forschung zu motivieren. Für die Otto-Hahn-Medaille können die Max-Planck-Institute jede Person vorschlagen, die die Doktorarbeit vor dem 30. Geburtstag abgeschlossen hat. Die Max-Planck-Gesellschaft zeichnet insgesamt bis zu 30 Doktoranden mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Zusätzlich erhält jeder der jungen Wissenschaftler ein Preisgeld von 7.500€.