Volkswirtschaftliche Fakultät
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DFG bewilligt Sonderforschungsbereich an der Fakultät

Wie beeinflussen systematische Verzerrungen in der Erwartungsbildung, der Entscheidungsfindung und der Präferenzen wirtschaftliche Entscheidungen und damit das Marktgeschehen? Die DFG bewilligt einen Sonderforschungsbereich an der LMU.

21.11.2016

Ergebnisse der Verhaltensökonomie zeigen, dass Entscheidungen nicht immer rein rational gefällt werden. Der neue Transregio-Sonderforschungsbereich „Rationality and Competition: the Economic Performance of Individuals and Firms“ (TRR 190) soll untersuchen, welche Bedeutung Einblicke in das Verhalten von Individuen für die neoklassische Ökonomie und ihre theoretischen Modelle haben. Zu den untersuchten Fragen gehört, wie zum Beispiel systematische Fehleinschätzungen über Ausbildung und Gesundheit die wirtschaftlichen Entscheidungen privater Haushalte beeinflussen. Aus Unternehmenssicht wird beispielsweise analysiert, wie Firmen auf das Verhalten ihrer Kunden und ihrer Belegschaft reagieren und welche Rolle dabei der Wettbewerb spielt.

Sprecher des hochschulübergreifenden SFB ist Klaus Schmidt, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie der LMU. „Unser Ziel ist es, zu identifizieren, unter welchen Umständen systematische Verzerrungen der Erwartungsbildung, der Präferenzen und der Entscheidungsfindung einen spürbaren Effekt haben und unter welchen Umständen ökonomische Standardmodelle ausreichen, um individuelles Verhalten erklären zu können“, sagt Schmidt. Die Forscher erhoffen sich auch Erkenntnisse über die Effizienz von Märkten und die Effektivität verschiedener wirtschaftspolitischer Maßnahmen, etwa im Steuerbereich. Neben der LMU ist an dem neuen Forschungsbereich die Humboldt Universität Berlin beteiligt.

Pressemitteilung der LMU