Volkswirtschaftliche Fakultät
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Ludger Wößmann erhält Gustav-Stolper-Preis

05.09.2017

Anlässlich der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik in Wien wurde Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Gustav-Stolper-Preis 2017 verliehen.

Aus Sicht des Vereins für Socialpolitik hat Ludger Wößmann durch seine bildungsökonomischen Beiträge in vorbildlicher Form dazu beigetragen, die Anwendung ökonomischer Methoden und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zu vermitteln und zugänglich zu machen. Er habe sich als einer der ersten deutschen Ökonomen internationalen Vergleichsanalysen von Bildungssystemen gewidmet und beschäftige sich mit Fragen der Chancengerechtigkeit und volkswirtschaftlichen Effekten von Bildung. Zudem beteilige er sich aktiv an der öffentlichen Diskussion um Bildungsfragen, und auch seine fachwissenschaftlichen Arbeiten würden regelmäßig in öffentlichen Medien aufgegriffen. In seinen Dankesworten betonte Wößmann: "Wir sollten den Mut haben, die ebenso spannende wie wichtige Rolle des Wissenschaftlers in der Gesellschaft zu übernehmen."

Der Verein für Socialpolitik ist die wissenschaftliche Gesellschaft der deutschsprachigen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler und zeichnet mit dem Gustav-Stolper-Preis hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die mit Erkenntnissen wirtschaftswissenschaftlicher Forschung die öffentliche Diskussion über wirtschaftliche Zusammenhänge und Probleme beeinflusst und wichtige Beiträge zum Verständnis und zur Lösung ökonomischer Probleme geleistet haben. Der österreichische Volkswirt Gustav Stolper hatte in der Weimarer Zeit starken wirtschaftspolitischen Einfluss in Berlin und gründete unter anderem die Zeitschrift "Der Volkswirt", die später zur "Wirtschaftswoche" wurde. Nach seiner Emigration in die USA kam er zu internationalem Ansehen. Gewählt wird der Preisträger direkt von den rund 4000 Mitgliedern des Vereins für Socialpolitik aus einer Shortlist von fünf KandidatInnen. Der Preis wird einmal jährlich bei der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Christoph Schmidt, Carl Christian von Weizsäcker, Clemens Fuest, Ernst Fehr, Martin Hellwig und Hans-Werner Sinn.