Volkswirtschaftliche Fakultät
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Schreiben des Dekans

an alle Student:innen, Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen der volkswirtschaftlichen Fakultät

19.11.2021

Liebe Student:innen, liebe Kolleg:innen, liebe Mitarbeiter:innen,

kassandrische Prophezeiungen haben es an sich, dass sie, obwohl wahr, nicht geglaubt werden. Nun scheint sich zu bewahrheiten, was manche im Sommer noch als Spielverderberei abgetan haben: Bei geringen Impfquoten steht uns ein weiterer, harter Winter bevor. Wir beobachten zurzeit mit großer Sorge die drastisch steigenden Infektionszahlen. Diese sind vor allem in ihrer Vermeidbarkeit tragisch. Daher möchte ich ganz zu Beginn in dieser Botschaft eines klar ausdrücken: Seien sie umsichtig! Lassen Sie sich, sofern Sie es noch nicht getan haben, impfen, lassen Sie sich auch gegen Grippe impfen, und vereinbaren Sie baldmöglichst einen Termin zur dritten Corona-Impfung. Zeigen sie Zivilcourage! Sprechen Sie im Bekanntenkreis mit Zögerlichen, beziehen Sie klar Position. Denn es geht hier nicht mehr nur um Sie, oder um uns. Es geht um die Millionen von Kindern unter 12 Jahren, die noch nicht geimpft sind, es geht auch um die Kinder, die zwar geimpft sind, aber wiederum Opfer von Schulschließungen werden könnten, um unsere Gesellschaft vor sich selbst zu schützen. Es geht auch um unsere Lieblingsrestaurants, Lieblingskinos, Lieblingsbars, unsere Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen, und um die Beschäftigten im Gesundheitssystem. Seien Sie solidarisch!

Wenn Sie oder Bekannte selbst unsicher sind, oder Sie nicht wissen, wie Sie andere in Ihrem Umfeld überzeugen können, der Faktenfuchs des BRs, erreichbar unter https://www.br.de/nachrichten/faktenfuchs-faktencheck,QzSIzl3, bietet ein niedrigschwelliges Informationsangebot. Wir, als Mitglieder der Universität, tragen hier eine besondere Verantwortung. Zum einen tragen wir alle wesentlich zu einem gelungenen Wissenschaftsbetrieb bei. Sehen wir also zu, dass wir auch privat unseren Teil tun, und der Wissenschaftsskepsis nicht kampflos das Feld überlassen. Zum anderen sind wir, liebe Kolleg:innen, und Sie, liebe Student:innen, durch unsere Ausbildung in Ökonomie und Statistik, in der Lage, evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen. Werden Sie zu Vermittler:innen dieser Kompetenz: Erklären Sie Statistik, klären Sie auf, wo Unwissen und Angst herrschen. So können Sie unmittelbar dazu beitragen, den Weg durch die Pandemie weniger steinig zu machen.

Zurück zu Kassandra, der trojanischen Seherin: Wenn uns ihre Geschichte eines lehrt, dann, dass Vorsicht die Mutter des Porzellanpferdes ist. Wir haben das Wintersemester umsichtig geplant, auch wenn es manchen zu Anfang übervorsichtig erschienen sein mag. Wir hoffen, dass wir nicht gezwungen sein werden, wieder komplett auf Onlinelehre umzusteigen. Insbesondere aber erlauben unsere klaren, umsichtigen Entscheidungen vor Beginn des Semesters nun eine verlässliche Planung der Prüfungen!

Zu guter Letzt noch ein Silberstreif: Auch, wenn wir das dunkle Tal noch immer nicht durchwandert haben, befinden wir uns doch jetzt in einer wesentlich besseren Situation als im letzten Winter. Die Impfung bietet auf individueller Ebene bemerkenswert zuverlässigen Schutz und die Drittimpfung reduziert sogar sehr deutlich die Gefahr, das Virus weiterzugeben.

Wir hoffen alle inständig, dass das nächste Frühjahr tatsächlich ein Frühlingserwachen bringt. Und auch, wenn gerade alles sehr düste scheint: Im Sommer hoffen wir stark, dass die vor-Ort-Lehre wieder der Regelfall sein wird. Denken Sie daher bitte daran, sich rechtzeitig auf einen Umzug nach München vorzubereiten, falls Sie nicht ohnehin schon hier wohnen.

Jetzt geht es in die Zielgerade

Beste Grüße

Florian (Englmaier)